Die Luftfahrtkrise im Zuge der Coronapandemie wirbelt auch die Rettung des Ferienfluggesellschaft Condor durcheinander. Wie bekannt wurde, will die polnische PGL, Konzernmutter der LOT, ihre Zusage zur Übernahme der Condor zurückziehen.
Condor als deutsches Unternehmen steht damit ein zweites Mal, nach der Pleite von Thomas Cook, unverschuldet vor einer ungewissen Zukunft. Die Piloten-Vereinigung Cockpit VC appelliert, dass die Gespräche zwischen Condor und Bundesregierung auch ohne Beteiligung der polnischen PGL zu einem positiven Ergebnis geführt werden, damit der deutsche Traditionsflieger nach der Covid-19 Kriese aus eigener Kraft weiterexistieren kann.
Janis Schmitt, Sprecher der VC, hierzu: "Die aktuell laufende Unterstützung der Condor durch die Bundesregierung war gerechtfertigt und ist es auch weiterhin. Der Flugbetrieb der Condor steht auf grundsoliden Füssen, es darf nicht sein, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Leittragende, in der für Fluggesellschaften ohnehin schon schwierigen Situation durch die CoVid-19 Krise, nun fallen gelassen werden. Man darf nicht vergessen, dass die finanzielle Situation der Condor in den letzten Jahren nicht aufgrund ihrer eigenen Marktposition entstanden ist, sondern vor allem durch massive Geldabflüsse in Richtung des ehemaligen Mutterkonzerns Thomas Cook."