Die Umsätze der Lufthansa Group sind im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 um 2,1 Prozent auf 15,0 Milliarden Euro gesunken. Die Verkehrserlöse nahmen trotz höherer Passagierzahlen um 4,5 Prozent ab, was den Preisdruck bei den Airlines und im Frachtgeschäft widerspiegelt. Trotz geringerer Umsätze ist das Adjusted EBIT, die maßgebliche Kennzahl für den wirtschaftlichen Erfolg, um 61 Millionen Euro auf 529 Millionen Euro gestiegen. Die Ergebnisentwicklung reflektiert die günstigeren Treibstoffpreise und verbesserte Kostenstrukturen. So sind die um Währungseffekte und Treibstoffkosten bereinigten Stückkosten im ersten Halbjahr um 1,3 Prozent gefallen.
Ryanair hat ihre Passagier- und Auslastungsstatistik für Juli 2016 veröffentlicht. Wie Kenny Jacobs, Chief Marketing Officer von Ryanair, mitteilte, war der Juli 2016 ein Rekordmonat für Ryanair. Die Passagierzahlen stiegen um 12 Prozent auf 11,3 Millionen beförderte Fluggäste gegenüber dem Vorjahr. So sei der Low Cost-Carrier die weltweit erste Airline geworden, die in einem Monat über elf Millionen internationale Passagiere befördert habe, und das bei einer Auslastung von 96 Prozent. Das Passagieraufkommen der vergangenen 12 Monate einschließlich Juli 2016 stieg um 16 Prozent auf insgesamt 110,7 Millionen Kunden.
Austrian Airlines hat das erste Halbjahr 2016 mit einem deutlich besseren Ergebnis abschließen können. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) hat im ersten Halbjahr 2,0 Mio. Euro betragen und ist damit um 19 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres gelegen. Das Adjusted EBIT, die für die Prognose relevante Kennzahl, in der unter anderem Bewertungsgewinne aus Flugzeugverkäufen abgezogen werden, konnte im ersten Halbjahr um 17 Millionen Euro auf -0,1 Mio. Euro verbessert werden. Die Verbesserungen konnten vor allem durch geringere Treibstoff- und Technikkosten sowie einen positiven Einmaleffekt aus dem Abschluss eines langfristigen Mietvertrags mit dem Flughafen Wien erzielt werden. Dieser ist ein positiver Nachläufer aus der Restrukturierungsphase. Positiv wirkte sich im ersten Halbjahr 2016 außerdem der Ausbau des deutsch-österreichischen Nachbarschaftsverkehrs aus.
Die Fraport AG hat sich mit der Qatar Investment Authority (QIA) über den Verkauf von 10,5 Prozent der Anteile an Thalita Trading Ltd. (Thalita) verständigt. Thalita ist Eigentümerin der Firma Northern Capital Gateway, diese wiederum hält die 30-jährige Betriebskonzession für den Flughafen Pulkovo in St. Petersburg (Russland). Die Fraport AG reduziert damit ihren Besitz an Thalita von 35,5 Prozent auf 25 Prozent. Auf Basis der aktuellen Buchwerte erwartet Fraport aus der Transaktion einen Gewinn in der Größenordnung zwischen 30 und 40 Millionen Euro, der sich in voller Höhe auf das Konzern-EBITDA, -EBIT und -EBT des laufenden Geschäftsjahres auswirken wird und das Konzern-Ergebnis positiv beeinflusst. Der Transaktionsabschluss ist für die zweite Jahreshälfte 2016 geplant. Dessen unbenommen behält Fraport die Funktion als "Airport Operator" innerhalb des Konsortiums.
Ethiopian Airlines hat die Lufthansa Technik AG mit der umfassenden Komponentenversorgung für ihre zukünftige Airbus A350-Flotte beauftragt. Zu den Leistungen im Rahmen des Vertrags gehören die Wartung, Reparatur und Überholung von Komponenten sowie der Zugang zu einem entsprechenden Ersatzteilpool.
Ruag Aerostructures, eine Division des Ruag Konzerns, und Airbus besiegelten ihre Zusammenarbeit mit der Unterzeichnung eines Vertrages zur langfristigen Kooperation. Der Vertrag umfasst die Produktion von Großbaugruppen für die Airbus A320-Familie und den Airbus A330 und sieht Lieferungen für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren vor.
Malaysia Airlines Berhad (Malaysia Airlines) bestellt bei Boeing 25 Flugzeuge der 737 MAX 8. Dazu kommen Optionen für weitere Flugzeuge der 737 MAX 8 und 737 MAX 9.
Der Auftragseingang1 der Airbus Group belief sich im ersten Halbjahr 2016 auf € 39,1 Mrd. (H1 2015: € 53,9 Mrd.), der Auftragsbestand1 lag zum 30. Juni 2016 bei € 978 Mrd. (Jahresende 2015: € 1.006 Mrd.). Der Auftragsbestand von Airbus Defence and Space verringerte sich aufgrund des geänderten Konsolidierungskreises um € 4,6 Mrd. Airbus verbuchte 183 Nettobestellungen für Zivilflugzeuge (H1 2015: 348 Nettobestellungen); die Bruttobestellungen lagen bei 227 Flugzeugen, darunter 27 A350 XWB. Der Ausblick zeigt sich insbesondere durch das zivile Flugzeuggeschäft stark. Dennoch fand CEO der Airbus Group Tom Enders deutliche Worte aufgrund der Pannen beim A400M.
Die Technik-Töchter der Austrian Airlines, die Tyrolean Technik mit Sitz in Innsbruck, und die Austrian Technik Bratislava (ATB), wollen zukünftig besser kooperieren. Ziel ist es, stärker am Drittmarkt aufzutreten. Beide Technikbetriebe beziehen ihren Umsatz zu jeweils etwa 60 Prozent von Kunden außerhalb der Austrian Airlines. Während sich die ATB auf die Schwerwartung von Fokker und Embraer Jets konzentriert, ist die Tyrolean Technik Spezialist für die Linien- und Schwerwartung von Bombardier Dash 8-400. Mit dem Ziel der Stärkung nach außen, als auch weiterer Verbesserung der Ablaufprozesse nach innen, werden die Geschäftsführer Wolfgang Henle, ATB, und Bernd Meyer, Tyrolean Technik, Co-Geschäftsführer der jeweiligen anderen Gesellschaft.
Die MTU Aero Engines AG hat im ersten Halbjahr 2016 ein Umsatzplus von vier Prozent auf 2.299,2 Mio. Euro erzielt (1. Halbjahr 2015: 2.202,0 Mio. Euro). Das Unternehmen verbesserte das operative Ergebnis1 um 19 Prozent auf 254,1 Mio. Euro (1. Halbjahr 2015: 212,8 Mio. Euro). Die Ergebnismarge stieg von 9,7 Prozent auf 11,1 Prozent. Analog zum operativen Ergebnis nahm der Gewinn nach Steuern2 um 20 Prozent auf 176,1 Mio. Euro zu (1. Halbjahr 2015: 147,2 Mio. Euro). Während der Umsatz der MTU im ersten Halbjahr sowohl in der zivilen Instandhaltung als auch im militärischen Triebwerksgeschäft gestiegen ist, war er im zivilen Triebwerksgeschäft leicht rückläufig.