Der internationale Technologiekonzern Ruag erwirtschaftete 2016 mit CHF 1.858 Mio. (Vorjahr CHF 1.744 Mio.) den höchsten Umsatz seiner Geschichte. Weitere Höchstmarken konnten beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit CHF 151 Mio. (CHF 137 Mio.) sowie beim Auftragseingang mit CHF 2036 Mio. (CHF 1.828 Mio.) erreicht werden. Der Anteil des zivilen Geschäfts gegenüber dem militärischen stieg auf 57 Prozent, und der Umsatzanteil im Ausland nahm leicht auf 63 Prozent zu. Alle fünf Divisionen arbeiteten gewinnbringend und trugen zum positiven Konzernergebnis bei. Mit dem signifikanten Wachstum beim EBIT (10,4 Prozent) und Umsatz (6,5 Prozent) hat Ruag einen profitablen Wachstumskurs erreicht.
Die Lufthansa Technik AG mit Sitz in Hamburg hat im Jahr 2016 ihren internationalen Wachstumskurs fortgesetzt und bei stark erhöhten Investitionen ein gutes Ergebnis erzielt. Die Steigerung des Umsatzes mit konzernexternen Kunden konnte den Rückgang der internen Aufträge überkompensieren. Die Umsatzerlöse stiegen um 45 Mio. Euro von 5,099 Milliarden Euro auf 5,144 Milliarden Euro. Als Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Adjusted EBIT) hat das Unternehmen 411,3 Millionen Euro erreicht (Vorjahr: 454,4 Mio. Euro). Diese Zahlen der Lufthansa Technik AG und 22 voll konsolidierter Gesellschaften wurden heute vorgestellt.
Dr. Alexis von Hoensbroech ist für weitere fünf Jahre zum Vorstand Produkt und Vertrieb der Lufthansa Cargo AG berufen worden. Der Aufsichtsrat des Unternehmens hat seinen Vertrag frühzeitig und einstimmig bis zum 30. November 2022 verlängert.
In der schwelenden Tarifauseinandersetzung zwischen der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO) und den Low-Cost-Flugbetrieben des Lufthansa-Konzerns konnten die Beteiligten einen Durchbruch erringen. Beide Seiten einigten sich am heutigen Montag darauf, alle offenen Fragen bezüglich der Arbeits- und Vergütungsbedingungen für das Kabinenpersonal im Wege eines verbindlichen Schlichtungs- und Moderationsprozesses zu klären. Ein vergleichbares Vorgehen war zwischen UFO und Lufthansa bereits in der Vergangenheit gewählt worden und führte unter Matthias Platzeck, Ministerpräsident a.D. und ehemaliger SPD-Bundesvorsitzender, zu einem erfolgreichen Schlichtungsergebnis im Sommer 2016.
Die Lufthansa Technik AG hat zwei neue Aufsichtsratsmitglieder. Die Hauptversammlung berief Dr. Myriam Meyer und Ulrik Svensson in das Gremium. Dr. Myriam Meyer ist Inhaberin und Geschäftsführerin der Schweizer mmtec. Zuvor war die an der ETH Zürich promovierte Maschineningenieurin unter anderem CEO von Ruag Aerospace sowie in Topmanagement Positionen bei Swissair und bei Roche. Sie übernimmt das Mandat von Li Hai. Ulrik Svensson ist als Mitglied des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG verantwortlich für das Ressort Finanzen. Zuvor war er CEO der Melker Schoerling AB, davor Managing Director und CFO der SWISS International Airlines.
Der brandenburgische Staatssekretär und Flughafenkoordinator Rainer Bretschneider ist neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH. Bretschneider wurde in der Sitzung am Freitag einstimmig gewählt. Stellvertretender Vorsitzender bleibt Holger Rößler, Gewerkschaftssekretär von ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bezirk Berlin. Als dritter Geschäftsführer und Arbeitsdirektor wurde Dr. Manfred Bobke-von Camen gewählt. Bobke-von Camen ist Rechtsanwalt. Er tritt seinen Dienst am Montag an. Neue Mitglieder des Aufsichtsrats sind: Dr. Margaretha Sudhof, Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Finanzen, Gerry Woop, Europa-Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, sowie Prof. Dr.-Ing. Norbert Preuß, Managing Director der CBRE PREUSS VALTEQ GmbH.
Die Fraport AG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurück, in dem trotz herausfordernder Rahmenbedingungen für die Luftverkehrsbranche und einer leicht rückläufigen Verkehrsentwicklung am Frankfurter Flughafen ein Rekordergebnis erzielt wurde. Der Umsatz lag bei 2,59 Milliarden Euro und damit 0,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bereinigt um Änderungen im Konsolidierungskreis aufgrund des Anteilsverkaufs an der Fraport Cargo Services und des Verkaufs der Air-Transport IT Services wäre der Umsatz um 46,2 Millionen Euro oder 1,8 Prozent gestiegen. Gründe für den Umsatzanstieg auf bereinigter Basis waren insbesondere das anhaltende Wachstum der Konzern-Flughäfen in Lima (Peru), Varna und Burgas (Bulgarien), der Tochtergesellschaft Fraport USA sowie Grundstücksverkäufe.
Der Flughafen Wien als größtes gebäudeübergreifendes virtuelles Simulationsmodell Österreichs für Infrastruktur, Gebäude und Nutzung: VIE und die Technische Universität Wien untersuchen im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsauftrags Möglichkeiten zur Optimierung von Nachhaltigkeit und Energieeffizienz am Airport. Experten der TU Wien erstellen dabei den Flughafen Wien als das bisher größte virtuelle Simulationsmodell in Österreich und verknüpfen und analysieren alle Daten des Gebäudemanagements. Ziel ist, mit den gewonnenen Erkenntnissen zukünftige Projekte wie die Terminalerweiterung und den Bürokomplex "Office Park 4" nach energieeffizienten Maßstäben zu planen und die rund 100 bestehenden Gebäude zu optimieren.
Die Flughafen Zürich AG gewinnt die Konzession für den Ausbau und Betrieb des internationalen Flughafens Hercílio Luz (IATA: FLN) in Florianópolis im Süden Brasiliens. Mit 3,6 Millionen Passagieren und einem Umsatz von CHF 26 Millionen im Jahr 2016 zeigte der Flughafen Hercilio Luz die stabilsten Verkehrszahlen der vier privatisierten Flughäfen während der brasilianischen Rezession. Der Flughafen mit einem Einzugsgebiet von 1,1 Millionen Menschen befindet sich auf Santa Catarina, einem beliebten Urlaubsziel für lokale wie auch internationale Reisende. Der jährliche Passagierzuwachs betrug in den letzten sechs Jahren vor der Rezession durchschnittlich 9,7 Prozent. Die Flughafen Zürich AG beteiligte sich erstmals vor vier Jahren an einem brasilianischen Flughafen und erwarb 25 Prozent in der Privatisierung des Flughafens Belo Horizonte mit zehn Millionen Passagieren.
Bei der dritten Runde des Flughafen-Privatisierungsprogramms der brasilianischen Regierung hat die Fraport AG heute bei einem öffentlichen Bieterverfahren in São Paulo den Zuschlag für die beiden Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre erhalten. Mit einem Gebot in Höhe von 1.505,75 Millionen Reais (rund 446,81 Millionen Euro) für den Flughafen Fortaleza und 382,01 Millionen Reais (rund 113,36 Millionen Euro) für den Flughafen Porto Alegre hat sich Fraport damit erfolgreich gegen starke internationale Konkurrenz durchgesetzt. Zusätzlich zum Konzessionspreis wird Fraport jährlich eine fünfprozentige Umsatzabgabe entrichten. An den beiden zur Privatisierung stehenden Flughäfen, die derzeit noch von der staatlichen Gesellschaft Infraero betrieben werden, bestand großes Bieterinteresse.
Im Berichtsjahr ging der Umsatz der Lufthansa Group um 1,2 Prozent auf 31,7 Milliarden Euro leicht zurück. Das Ergebnis liegt mit einem Adjusted EBIT von 1,75 Milliarden Euro um 3,6 Prozent leicht unter Vorjahr. Damit befindet sich das Ergebnis nach Bereinigung um Streikkosten in Höhe von 100 Millionen Euro wie erwartet auf dem Niveau des Vorjahres. Die Adjusted EBIT-Marge liegt mit 5,5 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter der des Vorjahres. Das EBIT ist gegenüber 2015 um 599 Millionen auf 2,3 Milliarden Euro deutlich gestiegen. Die Differenz zwischen EBIT und Adjusted EBIT erklärt sich im Wesentlichen durch den Tarifabschluss mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO.