Die geplante Wet-Lease-Vereinbarung zwischen airberlin und dem Lufthansa-Konzern wurde ohne Einschränkungen vom deutschen Bundeskartellamt genehmigt. airberlin begrüßt die Entscheidung der Regulierungsbehörde. Dies sei ein wichtiger Meilenstein im Restrukturierungsprogramm der Airline und unterstütze die Entwicklung des Geschäftsmodells hin zu einem fokussierten Netzwerk-Carrier mit der Zwei-Hub-Strategie an den Flughäfen in Berlin und Düsseldorf. airberlin wird 38 Flugzeuge der A320-Familie an Tochterunternehmen des Lufthansa-Konzerns mit einer Erstlaufzeit von sechs Jahren vermieten.
Das Bundeskartellamt hat heute den vorsorglich angemeldeten Wetlease-Vertrag über 38 Passagierflugzeuge zwischen der Lufthansa und airberlin fusionskontrollrechtlich innerhalb der Monatsfrist freigegeben. Der Wetlease-Vertrag sieht die Gebrauchsüberlassung von 38 Flugzeugen des Typs Airbus A319 und A320 mitsamt Cockpit-Crew und Kabinenpersonal an deutschen und österreichischen Flughäfen im Rahmen einer sechsjährigen Laufzeit mit bestimmten Verlängerungsoptionen zwischen Lufthansa und ihren Tochtergesellschaften Eurowings und Austrian Airlines einerseits und airberlin andererseits vor.
MT Mechatronics GmbH, Mainz (MTM), hat nun das erste Projekt-Review für die mechanischen Systeme der Startanlagen der neuen ARIANE 6 erfolgreich abgeschlossen. Der Auftrag dazu kam am 07. Oktober 2016 über die Muttergesellschaft, MT Aerospace AG, von der französischen Raumfahrtbehörde CNES. MT Mechatronics ist verantwortlich für die Planung, Lieferung und Inbetriebnahme der mechanischen Systeme am Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana. Die Übergabe der Anlagen an CNES und die europäische Raumfahrtagentur ESA ist für Mai 2018 geplant. Die Einhaltung dieses Termins ist Voraussetzung für den in 2020 geplanten ersten Start des neuen europäischen Trägers ARIANE 6.
Die Deutsche Flugsicherung DFS schafft die Voraussetzungen für den weiteren Ausbau ihres kommerziellen Drittgeschäfts. Dazu hat sie die DFS Aviation Services GmbH gegründet, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der DFS. Die DFS Aviation Services GmbH vermarktet weltweit Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema Flugsicherung. Dieses Geschäft wurde bislang sowohl von der DFS selbst als auch von deren Beteiligungsgesellschaft "The Tower Company" wahrgenommen, die nun in der DFS Aviation Services GmbH aufgegangen ist. Damit bündelt die DFS diese Aktivitäten in einer Hand.
Der neue Präsident des Flughafenverbandes ADV, Michael Garvens, hat sich für eine deutliche Stärkung der Investitionskraft der deutschen Flughäfen und den Abbau von Wettbewerbshürden ausgesprochen. Damit Flughäfen ihre Schlüsselfunktion weiterhin erfüllen können, müssten finanzielle Belastungen reduziert und die Infrastruktur den Erfordernissen des weltweit wachsenden Luftverkehrs angepasst werden, erläuterte Garvens, der am 01. Januar dieses Jahres die ADV-Präsidentschaft übernommen hat, in Berlin.
Am heutigen Dienstag begann vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe die mündliche Verhandlung zum Tarifeinheitsgesetz. Als einer der Beschwerdeführer ist die Vereinigung Cockpit (VC) davon überzeugt, dass dieses Gesetz gegen die Freiheitsrechte aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verstößt. Daher müsse es durch das Gericht für verfassungswidrig und nichtig erklärt werden. Tarifpluralität sei kein Problem, dieses Gesetz daher auch völlig überflüssig.
Wie der Verwaltungsrat der Etihad Aviation Group jetzt bekanntgegeben hat, wird James Hogan in der zweiten Jahreshälfte 2017 als President und Chief Executive Officer des Unternehmens zurücktreten. Der Vorstand und James Hogan haben dies bereits im vergangenen Jahr initiiert, indem sie im Mai die Etihad Aviation Group gegründet haben, eine umfangreiche globale Luftfahrt- und Reise-Gruppe. Im vergangenen Monat kündigte Etihad Airways Pläne an, als Joint Venture mit der TUI AG eine neue europäische Ferienfluglinien-Gruppe aufzusetzen. Eine neue Codeshare-Vereinbarung mit Lufthansa und eine Flugzeug-Leasing-Vereinbarung zwischen airberlin und Lufthansa wurden ebenfalls angekündigt. Als Minderheitsaktionär ist Etihad aktiv an der nächsten Phase der Umstrukturierungen bei Alitalia beteiligt.
Erneut kann die Flughafen Bremen GmbH für das Jahr 2016 ein operatives Plus verbuchen und liegt damit sogar über ihrem Wirtschaftsplan. Mit 2,57 Millionen Passagieren hat der Flughafen im Jahr 2016 allerdings einen leichten Rückgang der Passagierzahlen hinnehmen müssen. Der Wert veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Prozent auf insgesamt 2,57 (knapp 2,6) Millionen Fluggäste. Die Flugbewegungen im Jahr 2016 beliefen sich auf 40.687 Starts und Landungen.
Die beiden Verkehrsflughäfen unter dem Dach der Mitteldeutschen Flughafen AG, Leipzig/Halle Airport und Dresden International, zählten 2016 insgesamt 3.860.025 Fluggäste. Das Passagieraufkommen lag damit aufgrund der geopolitischen Entwicklungen insbesondere in der Türkei und Nordafrika sowie wegen streikbedingter Flugausfälle 4,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Allein beim Reiseziel Türkei, eines der gefragtesten und am stärksten frequentierten Urlaubsziele, büßten beide Flughäfen insgesamt rund 260.000 Passagiere ein. Ohne diese Auswirkungen wäre das Aufkommen in Leipzig/Halle und Dresden um rund fünf beziehungsweise zirka 3,7 Prozent gewachsen.