Im Oktober 2016 sind 2.662.445 Passagiere über den Flughafen Zürich geflogen. Das entspricht einem Plus von 8,6 Prozent gegenüber derselben Periode des Vorjahres. Die Anzahl Lokalpassagiere stieg im Oktober 2016 um 9,3 Prozent auf 1.998.350. Die Zahl der Umsteigepassagiere stieg um 6,5 Prozent auf 658.972. Der Transferanteil lag im gleichen Zeitraum bei 24,8 Prozent (minus 0,5 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr). Im Oktober 2016 erhöhte sich die Anzahl Flugbewegungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,3 Prozent auf 23.809 Starts oder Landungen.
Am 10. November hatte der Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments über mehr als 1.100 Änderungsanträge zur Stärkung der vorgeschlagenen neuen "Grundverordnung" der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) abzustimmen. Damit ist eine solide Grundlage für den "Trilog" mit dem Rat der Verkehrsminister und der EU-Kommission Anfang 2017 geschaffen. Die Vereinigung Cockpit begrüßt außerdem eine Reihe weiterer Verbesserungen, die vom Verkehrsausschuss verabschiedet wurden.
Mit dem Offsetting-System CORSIA (Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation) wird die Luftfahrt ab 2020 für ihre wachstumsbedingten Emissionen eine Klimaschutzabgabe für jeden grenzüberschreitenden Flug zahlen. Mit diesen Mitteln werden weltweit CO2-senkende Vorhaben finanziert, die in entsprechender Größenordnung diese Emissionen ausgleichen. Bisher haben sich bereits 66 Staaten, die zusammen 85 Prozent der weltweiten Verkehrsleistung ausmachen, verpflichtet, an der freiwilligen Anlaufphase von 2021 bis 2023 der Resolution teilzunehmen.
Heute liegen die Zuständigkeiten und Kompetenzen für Fragen der Luftsicherheit (Security) bei den Mitgliedsstaaten. Die geplante Zuweisung von Kompetenzen hierzu an die EASA, deren Kernaufgabe die Flugsicherheit (Safety) ist, soll ein Teil der europäischen Aviation Strategie sein. Zu der Entscheidung des Verkehrsausschusses des Europäischen Parlaments, der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) zusätzliche Kompetenzen zu übertragen, erklärte sich nun der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL).
Die Vereinigung Cockpit (VC) stellt im Rahmen eines Parlamentarischen Abends in Berlin am heutigen Dienstagabend ihre Sicht auf die Zukunft der Beschäftigung im Bereich Luftverkehr vor. Dabei wirft Ilja Schulz, Präsident der VC, nicht nur einen kritischen Blick auf die schädlichen Praktiken der irischen Ryanair. Er spricht auch über die Verhältnisse in Deutschland und analysiert die durch die Golfcarrier entstehenden Probleme. "Die deutsche Politik darf sich nicht weiter vor ihrer Verantwortung für Menschen und Arbeitsplätze drücken und muss jetzt handeln!", so Schulz.
Am 14. September 2016 hat das europäische Parlament eine Entschließung zum "Sozialdumping in der EU" verabschiedet. In bemerkenswerter Weise stellt das EU-Parlament darin unter anderem fest, dass atypische Beschäftigung, Sozialdumping und Scheinselbständigkeit Formen der Wettbewerbsverzerrung im Binnenmarkt darstellen und nationale soziale Sicherungssysteme dadurch nachhaltig geschädigt werden, dies gelte insbesondere für den Straßen- und Luftverkehrsbereich. Das Parlament stellt fest, dass das Ausmaß des Sozialdumpings als Folge von Beschäftigungsverhältnissen mit extraterritorialen Elementen zunimmt.
Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) zeigt sich wie ähnlich auch schon das BARIG erstaunt über die Ankündigung der irischen Fluggesellschaft Ryanair, zukünftig am Flughafen Frankfurt starten und landen zu wollen. Die Fraport AG hat derzeit bei der zuständigen Genehmigungsbehörde eine neue Entgeltordnung ab dem 01.01.2017 beantragt, die für Airlines, die neu ab Frankfurt fliegen wollen, Entgeltvergünstigungen von rund 40 Prozent vorsähe. Fluggesellschaften, die bereits heute in Frankfurt fliegen, sollen von diesen Vergünstigungen ausgeschlossen werden. Die Iren hatten jahrelang die deutschlandweit höchsten Flughafenentgelte am Flughafen Frankfurt als Grund dafür angeführt, nicht von Deutschlands Drehkreuz Nummer Eins zu fliegen.
Ryanair hat heute bekannt gegeben, dass ab März 2017 eine neue Basis in Frankfurt am Main (die 85. Basis insgesamt) eröffnet wird. Mit zwei stationierten Flugzeugen sollen vier neuen Strecken nach Palma de Mallorca (PMI), Alicante (ALC) und Málaga (AGP) in Spanien sowie Faro (FAO) in Portugal angeflogen werden.
Am Samstag wurden die Boeing 737 der Lufthansa letztmalig im Liniendienst eingesetzt. Um 19:53 Uhr landete die letzte B737-300 mit der Registrierung D-ABEF ("Weiden in der Oberpfalz") auf dem Frankfurter Flughafen mit insgesamt 131 Passagieren an Bord.
Auf ihrer Jahrestagung in Zürich haben die Vorstände und Geschäftsführer der deutschen Flughäfen klare Forderungen an die Bundesregierung zum bevorstehenden Luftverkehrskonzept gerichtet. Das Luftverkehrskonzept soll noch in diesem Jahr verabschiedet werden. Es ist ein einschneidendes und bedeutungsvolles Papier für die Luftverkehrsbranche. Die Flughäfen haben dazu ihre Kernforderungen präzise formuliert. Die Vorstände und Geschäftsführer der deutschen Flughäfen appellieren an die politischen Entscheider, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Flughäfen und Drehkreuze gegenüber ihren ausländischen Wettbewerbern zu stärken und die Infrastruktur nachfragegerecht zu entwickeln.