Heute wurde die bisher genaueste Karte der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung, der fossilen Strahlung aus der Zeit des Urknalls, vorgestellt. Die ihr zugrunde liegenden Daten wurden mit dem Weltraumteleskop Planck der Europäischen Weltraumorganisation ESA erfasst. Einige der mit dieser Karte gewonnenen Erkenntnisse rütteln an den Grundfesten unseres derzeitigen Verständnisses des Weltalls.
Das Original des Kometenlanders "Philae" fliegt bereits seit dem 02. März 2004 durchs Weltall und wartet im Schlafmodus auf seine Ankunft am Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko. Derweil müssen die "Philae"-Modelle am Boden gerade einiges aushalten: Sie werden noch im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt bis zur Belastungsgrenze getestet und geprüft. Die Wissenschaftler und Ingenieure wollen sich so auf die erstmalige Landung auf einem Kometen im November 2014 vorbereitet.
Die Europäische Weltraumorganisation und die russische föderale Raumfahrtagentur Roskosmos haben eine förmliche Vereinbarung zur Zusammenarbeit beim Programm ExoMars unterzeichnet, für das zwei Missionen, die eine 2016, die andere 2018, gestartet werden sollen.
Das Raumfahrtunternehmen Astrium vergibt zum zweiten Mal den Spacelab Preis an Studenten aus den Bereichen "Wissenschaft und Forschung" sowie "Technik und Technologie" mit dem Schwerpunkt Raumfahrt. Dieser von Astrium geschaffene Studienpreis wurde 2010 anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der ersten deutschen Spacelab-Mission "D-1" ins Leben gerufen und erstmals 2011 als Anerkennung für hervorragende Abschlussarbeiten vergeben.
Es heißt Abschied nehmen von einem Schwergewicht: Die Helium-Vorräte des europäischen Weltraumteleskops "Herschel" gehen wie erwartet zu Ende - damit rückt auch das Ende der Mission näher. Im Mai 2009 startete das 7,50 Meter hohe und 3,4 Tonnen schwere Infrarot-Teleskop mit einem Vorrat an flüssigem Helium für mehr als drei Jahre an Bord ins Weltall, um dort zum Beispiel die Geburt von neuen Sternen zu beobachten.
Space Exploration Technologies (SpaceX) hat die Falcon 9-Rakete mit der Dragon Raumkapsel erfolgreich in den Orbit geschossen. Ein Problem gab es an der Dragon-Kapsel, das aber behoben werden konnte. Das ist die zweite Mission im Rahmen des kommerziellen Versorgungsauftrages (Commercial Resupply Services, CRS) von der NASA für SpaceX. Die Falcon 9-Rakete ist dabei allen Herausforderungen vollständig gerecht geworden und erfüllt damit eine 100-prozentige Erfolgsquote.
Die mikrobielle Verunreinigungen durch Pilze, Keime und Sporen sind im Weltall eine große Gefahr für die Gesundheit der Astronauten. Auf der Internationalen Raumstation ISS oder auf Langzeitmissionen werden die winzigen Lebewesen zu einem großen, sicherheitsrelevanten Problem. Mithilfe der E-Nose können die Astronauten nun die mikrobielle Belastung an verschiedenen Stellen im Servicemodul der ISS messen.
Eine Atlas-V-Rakete von United Launch Alliance hat den NASA-Satelliten LDCM (Landsat Data Continuity Mission) erfolgreich ins All geschossen. Der Satellit wurde mit Hilfe eines 66-Zoll-Nutzlastadapers im Orbit ausgesetzt. Die Atlas-Rakete war auch mit einem ISA-400 Interstage Adapter ausgestattet, beides kam von RUAG Space.
Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat die Auswahl der wissenschaftlichen Experimente für die Mission JUICE (JUpiter ICy moons Explorer) bekanntgegeben. Dabei fiel die Entscheidung auch auf zwei Experimente, die vom DLR-Institut für Planetenforschung entwickelt werden. Als erste große Mission des ESA-Programms "Cosmic Vision 2015-2025" soll JUICE drei Jahre lang das Jupitersystem erforschen.
Von außen sieht es aus wie eine glänzend polierte Tonne, im Inneren enthält es hingegen jede Menge Möglichkeiten für wissenschaftliches Arbeiten in der Schwerelosigkeit: Das europäische Forschungsmodul Columbus fliegt jetzt seit fünf Jahren als Bestandteil der Internationalen Raumstation ISS durch das Weltall. Betrieben und überwacht wird es aus dem Columbus-Kontrollzentrum im Deutschen Raumfahrt-Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Auf der Neujahrs-Pressekonferenz hat François Auque, CEO von Astrium, den vorläufigen Umsatz des Raumfahrtunternehmens für das Jahr 2012 mit 5,8 Milliarden Euro beziffert. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 7 Prozent im Vergleich zu 2011 auf gleicher Umsatzbasis und von 17 Prozent unter Einbeziehung der Beiträge von Vizada. Der Auftragseingang betrug trotz eines zunehmend wettbewerbsorientierten wirtschaftlichen Umfelds 3,8 Milliarden Euro.